3d/2n trekking including homestay in hmong village

… so lautete der Name unserer beim Tourenanbieter “White Elephant Tours” gebuchten Wanderung im den Bergen nordöstlich von Luang Prabang. Treffpunkt war um 8:30, unser großes Gepäck konnten wir in unserer Unterkunft lassen. Zusammen mit Lori wurden wir dort von unseren Guides empfangen und trafen nach kurzem Spaziergang auf den Rest der Truppe. Havier und Jolanda aus Mallorca und Alex aus Barcelona komplettierten die Runde und per Pickup ging es zum Startpunkt. Auf der Ladefläche konnten wir uns noch mit einem kleinen Frühstück stärken. Jeder bekam noch einen Schlafsack und ein paar Flaschen Wasser die es zu verstauen galt. Ich habe nämlich nur einen kleinen 10 Euro Hofer Wanderrucksack mit der schon vollgestopft war und Lisa hat sich von Lori einen wasserdichten Umhänge Beutel ausgeliehen. So baumelte eben einiges umher und wir machten uns auf den Weg. Nach wenigen Schritten galt es per Ruderboot einen Fluss zu überqueren. Ein Einheimischer betreibt hier diesen Fährbetrieb und wir kamen trockenen  Fußes auf der anderen Seite an.
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Die folgenden Stunden ging es auf und ab, durch den Dschungel hindurch und über trockene Reisfelder. Immer wieder unterbrochen durch kurze Foto und Trinkpausen. Sogar ein Mittagessen hatten die Guides für uns im Gepäck.
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Nach ca. 5 Stunden sind wir dann im ersten Hmong Dorf angekommen und konnten unser Nachtlager beziehen. Das bestand im wesentlichen aus Unterlegsmatten und Decken, die in einem großen dunklen Raum aufgelegt waren. In den Ecken dieses Raumes befanden sich noch die Schlafbereiche der Gastfamilie. Bevor die Guides mit dem Kochen des Abendessens begannen führten sie uns noch durchs Dorf und ermöglichten uns interessante Einblicke ins einfache Leben dieser Menschen.
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Dieser Tag war wohl ein besonderer, denn die Bewohner waren gerade dabei ein paar Opferschweine zu schlachten und der Dorfschamane vollzog in einer Hütte lautstark sein Ritual. Laut Auskunft unseres Guides unter Einfluss von Opium, welches in den Bergregionen teilweise noch heute angebaut wird. Bis in die späten 90er Jahre war das übrigens die Haupteinnahmequelle der Bergvölker, danach wurde der Anbau offiziell verboten. Für den Eigenbedarf wird aber noch immer gepflanzt.
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Auch die Schule, das Dorfkrankenhaus und der “Supermarkt” wurden uns gezeigt. Lisa hat die Shoppingmöglichkeit natürlich beim Schopf gepackt Zwinkerndes Smiley. Das Dorf hat auch einen Schmied, der aus alten Bombenresten Gebrauchsgegenstände wie Messer und Behälter herstellt. Danach wurde etwas entspannt bevor wir das Abendessen im Kerzenschein zu uns nehmen konnten.
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In dem Dorf gibt es keinen Stromanschluss und die Häuser haben nur teilweise einfache Photovoltaikanlagen. Diese reichen aber nur zum Betrieb einer kleinen Beleuchtung aus. Fließendes Wasser gibt es aber an mehreren Stellen im Dorf. Die Einwohner waren übrigens sehr nett und an uns interessiert, so wie wir an ihnen und ihrem Leben.
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Am nächsten Morgen warteten die Guides bereits mit dem vorbereiteten Frühstück auf uns und so konnte es bald weitergehen.
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Nach ca. 1,5 Stunden passierten wir vor einem anderem Dorf ein großes Tor, welches dort aus Ästen aufgebaut wurde. Es dauerte nicht lange bis wir von einigen Bewohnern aufgehalten wurden. Es stellte sich heraus, dass in dem Dorf ein Fest gefeiert wird und sie uns nicht gestatteten daran vorbeizugehen. Nach ca. 45 Minuten verhandeln mit unseren Guides durften wir dann doch auf einem schmalen Pfad das Dorf umgehen. Natürlich nur gegen einen Geldbetrag, den unsere Guides auf den Wert eines Huhns herunterhandeln konnten. Dafür gab’s auch einen handschriftlich verfassten einseitigen Vertag Smiley
Wir bekamen noch die Information dass uns im nächsten Dorf dasselbe erwarten würde und so entschlossen wir uns dazu einen alternativen Weg zu gehen. Diesen kannten unsere Guides selbst noch nicht und so ließen wir uns auf das Abenteuer ein. Der Weg stellte sich als interessante Alternative mit einigen kleinen Hindernissen heraus, war im großen und ganzen aber einfach zu begehen. Auch ein nettes Plätzchen für die Mittagspause konnten wir ausmachen.
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Bevor wir im nächsten Dorf ankamen trafen wir im Wald noch auf eine Familie, die dort Bambus erntete. Natürlich hatten sie alles dabei was man so braucht. Macheten, einen Hahn um wilde Hühner anzulocken und natürlich ein Gewehr um diese dann auch zu erlegen. Außerdem eine Bambuswasserpfeife um zwischendurch mal kurz dran zu ziehen.
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Ringsum befanden sich auch noch Bäume mit frischen Grapefruits, die auch gleich mit einem Stock runtergeschossen wurden. Normalerweise mag ich keine Grapefruits aber diese haben wirklich super geschmeckt. So saftig und erfrischend gibt es sie bei uns nicht.
Nach dieser wohltuenden Erfrischung hat uns die Familie auch dazu eingeladen bei ihnen mitzuessen. Sie hatten Reis, Gemüsesuppe und etwas Fleisch. Nachdem wir aber selbst erst gegessen hatten lehnten wir dies dankend ab. Das fleischige Etwas in einer Schüssel machte mich dann aber doch etwas neugierig. Der Guide meinte erst es sei “wild bird”. Bevor ich kostete fragte ich nochmal beim englischsprechenden Jungen der Familie nach und er sagte “Mouse”.. Hmm, das wollte ich dann doch nicht unbedingt. Nach etwas Diskussion und Nachschlagen im Wörterbuch kamen wir dann drauf, dass es sich sich um Eichhörnchen handelte. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen. Es schmeckte, naja, grauslich. Ich denke es hätte auch Ratte sein können.
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Derart gestärkt wanderten wir dann den restlichen Weg ins nächste, höhere gelegene Dorf. Dort verbrachten wir die zweite Nacht. Dieses war noch viel einfacher als das erste. Keine Straße, nur Pfade führen dort hin und es gibt natürlich keinen Strom, kein Klo und diesmal auch nur eine Quelle ca. 200m entfernt. Dafür viele Tiere, die kreuz und quer durchs Dorf streifen.
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Von den Einwohnern war nicht viel zu sehen. Sie verbringen den ganzen Tag beim Arbeiten auf ihren Feldern oder im Wald und kommen erst vor Einbruch der Dunkelheit zurück. Unsere Gastfamilie übernachtete überhaupt in ihrem Waldbaumhaus. So verbrachten wir den Abend in unserer kleinen Runde und hatten interessante Gespräche mit unserem Guide. Dieser war übrigens sehr redselig und sehr motiviert sein Englisch zu verbessern. So hatten beide Seiten was davon.
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Nach einer weiteren, für mich nicht sehr schlafreichen, Nacht bereiteten uns die Guides wieder das Frühstück und wir starteten zur letzten Etappe.
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Nach ein paar Stunden wandern ging es ein letztes Mal noch per Boot über den Fluss bevor wir in den bereits auf uns wartenden Bus zurück nach Luang Prabang steigen konnten.
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4 Gedanken zu “3d/2n trekking including homestay in hmong village

  1. Daniel 4. März 2015 / 11:27

    Hab jetzt direkt Bock auf Ginko bekommen wie ich die Ratte/Eichhörnchen-Verzehr-Geschichte gelesen habe 😀

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    • lisaundthomas 5. März 2015 / 17:12

      Haha. Beim ersten Mal lesen hab ich Gecko statt Ginko gelesen 😉
      Vermutlich weil ich grad vorher 2 im zimmer gesehen hab 😉 Viel essbares haben die kleinen aber eh nucht dran..

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  2. Bernhard 4. März 2015 / 12:36

    das letzte Foto ist genial! habt ihr da das Boot versenkt mit dem ihr im Foto davor noch über den Fluss gefahren seid? 😉

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