Yangon

Für die Fahrt nach Yangon bzw. Rangun, die größte Stadt Myanmars, wählten wir wieder mal einen Nachtbus. 3 Preisklassen standen zur Auswahl. In Myanmar ist alles was mit Tourismus zu tun hat etwas teurer, so auch die Nachtbusse. Um den wirtschaftlichen Schaden in Grenzen zu halten entschieden wir uns für die billigste Variante, kann ja nicht so schlimm sein. Der erste Eindruck war ganz ok, die Sitze hatten einen halbwegs guten Abstand und waren fürs erste nicht ganz unbequem. Nach ca. 3 Stunden Fahrt mit burmesischen Unterhaltungsprogramm bestehend aus Musikshows und Slapstick Comedy wurden die Lichter gedimmt und schlafen war angesagt. Es ist faszinierend in welchen Positionen Burmesen schlafen können. Nach vorne geneigt, halb auf den Gang hängend oder in sich zusammengefaltet. Viele Varianten waren zu beobachten. Ich habe diese Gabe leider nicht, so wurde diese 12 stündige Fahrt zur mühsamsten bisher. Sobald ich kurz einschlafen konnte habe ich schon davon geträumt in einem bequemen Nachtbus zu sein um kurz darauf unter Schmerzen wieder aufzuwachen. Der Sitzabstand war dann doch viel zu eng und die Sitze sehr unbequem. Überraschenderweise konnte Lisa recht gut schlafen. Naja, um 5 Uhr früh sind wir dann auch in Yangon am Busbahnhof angekommen und konnten uns mit 2 Deutschen ein Taxi teilen, welches uns direkt zum Hotel brachte. Dieses war im 12ten Stock eines Hochhauses und wir konnten uns den Sonnenaufgang anschauen während wir auf unser Zimmer warteten.
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Das Hotel lag recht zentral in der Nähe der Sule Pagode und so starteten wir nach einem schnellen Frühstück im hoteleigenen Chinarestaurant zu Fuß unsere erste Erkundung. Immer wachsam nach unten schauend um nicht in den häufig nicht abgedeckten Kanal zu fallen.
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Die größte Attraktion Yangons und das religiöse Zentrum Myanmars ist die weithin sichtbare Shwedagon Pagode. Sie ist sehr groß und goldig, beeindruckte uns nach dem Besuch der Tempel und Pagoden von Bagen aber nicht so sehr. Es wurde auch gerade an der Vergoldung gearbeitet und auch die ca. 38Grad Außentemperatur zogen uns eher zu schattigeren Plätzen.
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So spazierten wir nach der Bezahlung von 2USD Eintritt durch den angrenzenden Park und anschließend in ein kühles Café.
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Die größte Hitze im klimatisierten Räumen verbracht ging es danach zu einem lokalen Markt am Fluss wo sich wieder das interessante Treiben der Einheimischen beobachten ließ.
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Möglicherweise aufgrund der oben abgebildeten Suppe, des Salats oder einer ganzen Papaya vor dem schlafen gehen – es war vermutlich die Papaya – mussten wir am nächsten Tag eine Pause einlegen. Lisa hatte gröbere Verdauungsprobleme und konnte das Zimmer nicht verlassen. So spielte ich Krankenpfleger. Überraschenderweise funktionierte die Internetverbindung recht gut, sodass wir uns ein paar Reisedokumentationen anschauen konnten Zwinkerndes Smiley. Die Einnahme effizienter Medikamente machte es möglich den Tag darauf wieder durchzustarten. Gleich in der Früh marschierten wir zum Bahnhof um Zugtickets für den nächsten Tag zu kaufen.
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Wir ließen es uns nicht entgehen eine Runde mit dem Yangon Circular Train zu fahren. Diese vor ca. 150Jahren erbaute Bahnstrecke fährt eine große Runde durch die Stadt und man bekommt einen guten Eindruck vom Leben abseits des Zentrums. Das ganze kostet nur einen Dollar und man benötigt ca. 3 Stunden für die Runde. Er wird sehr stark von Einheimischen genutzt aber auch von Touristen die sich die Stadt aus dieser Perspektive anschauen wollen.
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Dieser Zug ist auch eine gute Möglichkeit, falls sie nicht schlafen, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen. So hatten wir ein nettes Gespräch mit Hillary Newton, einem Burmesen dessen Vater Engländer war und in der Kolonialzeit eine Burmesin heiratete. Achja, er war um die siebzig. Er erzählte uns ein paar interessante Dinge und gab uns wertvolle Tipps für unsere Weiterreise.
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